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CHAKRENLEHRE · SCHLÜSSELTEXT · X

Sechs Cakras.
Ein Modell wird prägend.

Das Ṣaṭcakranirūpaṇa – „Beschreibung der sechs Cakras“ – ist ein kompakter Sanskrittext von nur 56 Versen, verfasst im 16. Jahrhundert in Ostbengalen vom tantrischen Gelehrten Pūrṇānanda Giri.

Seine Bedeutung ist enorm: Der Text beschreibt sechs innere Zentren, den zentralen Kanal und Kuṇḍalinī – und darüber den tausendblättrigen Sahasrāra-Lotus.

Nicht sieben gleichartige Chakren.
Sechs Cakras – und darüber eine besondere obere Lotusordnung.

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ṢAṬ · SECHS Sechs Zentren + Sahasrāra.
SECHS CAKRAS
DARÜBER
Sahasrāra 1000-BLÄTTRIGER LOTUS
Ājñā2 Blätter
Viśuddhi16 Blätter
Anāhata12 Blätter
Maṇipūra10 Blätter
Svādhiṣṭhāna6 Blätter
Mūlādhāra4 Blätter

Die Trennlinie ist bewusst: Sahasrāra steht im Text strukturell über den sechs Cakras.

01
56 VerseEin überraschend kompakter Text mit außerordentlicher Wirkungsgeschichte.
02
16. JahrhundertPūrṇānanda Giri wirkt in Ostbengalen; Bibliotheken führen ihn als aktiv 1526–1577.
03
6 + SahasrāraDer Titel selbst bezeichnet die „Beschreibung der sechs Cakras“.
04
Globale WirkungArthur Avalons englische Übertragung macht gerade dieses System im Westen außerordentlich einflussreich.

TEXT · SYMBOLIK · KUṆḌALINĪ · REZEPTION

Warum gerade dieser Text
unsere Vorstellung prägt.

Die folgenden Fenster trennen drei Ebenen: Pūrṇānandas historische Beschreibung, ältere Vorläufer des Systems und die spätere moderne Rezeption.

NÄCHSTER PFAD · TIBET

Indien ist nicht
die einzige Übertragungslinie.

Während hinduistische und Haṭha-Traditionen ihre eigenen subtilen Körpermodelle entwickeln, gelangen verwandte tantrische Technologien auch in buddhistische Vajrayāna-Systeme des Himalaya. Dort entstehen andere Kanäle, Cakras, Winde und Tropfen.