Zum Inhalt springen

CHAKRENLEHRE · THEOSOPHIE · XIV

Aus Lotussen werden
Kraftzentren.

Die moderne Theosophie übernimmt Cakra-Ideen nicht einfach aus einem alten indischen Standard. Seit den 1880er Jahren werden unterschiedliche südasiatische Körpermodelle mit westlichem Mesmerismus, Okkultismus, Evolutionstheorien und neuen Vorstellungen subtiler Körper verbunden.

1927 beschreibt C. W. Leadbeater schließlich sieben „force-centres“ im etheric double, die er nach eigener Aussage clairvoyant beobachtet habe. Dieses Modell wird für die westliche Chakra-Geschichte außerordentlich einflussreich.

Die Theosophie übernimmt Cakras.
Und baut daraus eine neue subtile Anatomie.

← Zurück zu Arthur Avalon
CAKRA → FORCE-CENTRE → MODERNES MODELLDie theosophische Werkstatt.
CROWN
BROW
THROAT
HEART
NAVEL
SPLEEN
ROOT
1880ERINDISCHE CAKRASMehrere Systeme treffen auf Theosophie.
SUBTLE BODIESÄTHER & ASTRALNeue Körperlagen und „force-centres“.
CLAIRVOYANCE„GESEHEN“Leadbeater beansprucht direkte subtile Beobachtung.
20. JH.WEITERBAUFarben · Drüsen · Psychologie folgen in weiteren Schritten.

Schematische Rezeptionsgrafik – keine anatomische oder naturwissenschaftliche Darstellung.

01
ab 1880Theosophen begegnen verschiedenen südasiatischen Cakra- und Yoga-Systemen.
02
Keine EinheitBlavatsky, Besant und Leadbeater vertreten nicht dasselbe Chakra-Modell.
03
1927Leadbeaters The Chakras stabilisiert sieben etherische force-centres für ein breites westliches Publikum.
04
Noch kein RegenbogenLeadbeaters Zentren sind vielfarbig; die heutige Spektralreihe entsteht später.

BLAVATSKY · BESANT · LEADBEATER · TRANSFORMATION

Nicht ein Import.
Eine neue Konstruktion aus vielen Quellen.

Die zehn Fenster zeigen, wie südasiatische Cakra-Vorstellungen in der Theosophie mit westlicher Siebener-Symbolik, Mesmerismus, subtilen Körpern, Nervensystem, Clairvoyance und später Endokrinologie verbunden werden.

NÄCHSTER PFAD · DER WESTEN

Das Gerüst steht.
Jetzt wird es psychologisch.

Nach Avalon und Theosophie liegen im Westen nun mehrere entscheidende Bausteine bereit: sieben Zentren, Ätherkörper, Plexus, Farben und eine neue Sprache von „Kräften“. Im nächsten Kapitel verfolgen wir, wie Psychologie, Okkultismus, Yoga-Rezeption und moderne Spiritualität daraus das heute vertraute Chakrenbild formen.